„Der größte Antrieb von allen ist die Liebe“

Bild: Universum Film
Bild: Universum Film

Animals in Love (Regie: Laurent Charbonnier, Universum Film, 2008, 82 Minuten)

Verliebte Tiere – gibt es sowas überhaupt? Und ob! Vor allem farbenprächtige Vögel kommen hier zum Zuge, wie sie balzen, mit der Liebsten oder dem Liebsten schnäbeln, tanzen und offenbar pure Lebenslust empfinden. Aber auch einige unserer näheren Verwandten aus der Klasse der Säugetiere sind beim Spiel mit der Liebe zu bestaunen. Ganz unverkrampft und selbstverständlich wird im sparsam eingstreuten Kommentar von Liebe und Verführungskunst, von Streit und Versöhnung, von Unglücklichen und Verliebten gesprochen. Da gibt es Eitle, die sich vor dem Rendezvous hübsch machen, um sodann voller Zärtlichkeit mit der Geliebten zu flirten. Es wird geküsst, gestreichelt und geliebt – über längere Strecken kommen die Bilder ohne Kommentar aus, was eingefleischte Dokufans irritieren mag, aber wenn man sich darauf einlässt, ist es doch sehr entspannend, nicht mit Informationen überschüttet zu werden, sondern einfach nur zu betrachten, zu schauen und sich seinen Teil zu denken. Die teilweise recht abrupten Schnitte beeinträchtigen das Seh-Erlebnis allerdings ein bisschen. Hier wäre mehr Ruhe ein Gewinn gewesen. Alles in allem ist es aber ein Film, der denjenigen, die ihr Herz bereits geöffnet haben, zeigt: Wer die gleichen Gefühle haben kann wie ich, ist mir ähnlich. Einer der wenigen Sätze, die aus dem Off fallen, lautet: „Der größte Antrieb von allen ist die Liebe.“

Bild: Gerstenberg
Bild: Gerstenberg

Das Buch zum Film: Tierisch verliebt (Gerstenberg, Hildesheim 2008, 64 Seiten, antiquarisch)

Wer mehr über die im Film vorkommenden Tiere erfahren möchte, kann im Onlineantiquariat stöbern, ob er noch ein Exemplar des Buchs zum Film ergattert. Darin finden sich, wunderschön bebildert, viele Informationen über die Liebe unter Löwen, Basstölpeln, Paradiesvögeln, Flamingos, Buckelwalen, Wimpelträgern, Hirschen, Grizzlybären, Libellen, Gottesanbeterinnen, Papageien, Zebras, Dorngrasmücken und vielen anderen. Von der Verliebtheit, dem Werben und Sich-Finden über Konkurrenzsituationen bis hin zum Liebesspiel und schließlich zum Familienzuwachs geht es munter quer durchs Tierreich.

Nebenbei erfährt man beim Durchblättern, warum Flamingos rosa sind, dass Buckelwale richtiggehend Hits komponieren und dass Stockentenbabys und ihre Mama miteinander sprechen, schon bevor die Kleinen aus dem Ei schlüpfen.

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