Krisenlektüre 1: »Der kleine Herr Tod« von Christian Y. Schmidt und Ulrike Haseloff

Der kleine Herr Tod
Bild: Rowohlt Berlin

Christian Y. Schmidt & Ulrike Haseloff: Der kleine Herr Tod (Rowohlt Berlin 2020, 144 Seiten, € 16)

Eigentlich wollte er Ende März in Berlin sein Buch vorstellen. Doch das neuartige pandemische Coronavirus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst, machte dem Autor Christian Y. Schmidt einen Strich durch die Rechnung. Nicht, dass er es nicht bereits geahnt hatte. Schmidt berichtete via Facebook früh aus seiner Wahlheimat Peking über den Umgang mit der Seuche Weiterlesen „Krisenlektüre 1: »Der kleine Herr Tod« von Christian Y. Schmidt und Ulrike Haseloff“

Wahn und Wahrheit

Irvin D. Yalom: Das Spinoza-Problem. Aus dem Englischen von Liselotte Prugger. BTB, München 2012, € 22,99

Der amerikanische Psychotherapeut Irvin D. Yalom, in dessen literarischem Werk sich sowohl echte Fallgeschichten als auch fiktive Protagonistinnen und Protagonisten finden, geht unkonventionelle Wege. Weiterlesen „Wahn und Wahrheit“

»Eine Ehefrau ist eine Frau, die einem Mann gehört«

Charlotte Perkins Gilman: Herland. Rowohlt, Reinbek 1980, 190 Seiten (antiquarisch erhältlich)

Vom Vater Frederic Beecher Perkins für eine neue Familie verlassen, vom ersten Ehemann Charles Walter Stetson wegen ihrer schriftstellerischen Ambitionen in Psychiatrie und Isolation abgeschoben Weiterlesen „»Eine Ehefrau ist eine Frau, die einem Mann gehört«“

„Was hätte Goethe wohl von all diesen Goethe-Liebhabern gedacht?“

Bild: btb
Bild: btb

Soazig Aaron: Klaras Nein (btb, München 2005, 192 Seiten, antiquarisch)

Darf man das? Als Nicht-Jüdin, als Nicht-Dabeigewesene, als Nachgeborene ein Buch über Auschwitz schreiben? Zumal ein fiktives Buch, das dennoch oder vielmehr deshalb seine eigene Wahrheit enthält. Weiterlesen „„Was hätte Goethe wohl von all diesen Goethe-Liebhabern gedacht?““

Einsatzbesprechung 05/15: Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen

Bild: Rowohlt
Bild: Rowohlt

Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen (Rowohlt, Reinbek 1999, 28. Auflage, 288 Seiten, € 9,99)

Ein sehr berührendes Buch über das Leben und Überleben in Auschwitz und Buchenwald – aus der Perspektive eines Jugendlichen, der den unermesslichen Schrecken als eine Art Überlebenstraining schildert Weiterlesen „Einsatzbesprechung 05/15: Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen“

Häuserkampf und vegane Liebesmenüs

Bild: Aufbau Verlag
Bild: Aufbau Verlag

Ellen Berg: Alles Tofu, oder was? (K)ein Koch-Roman (Aufbau Taschenbuch, Berlin 2015, 334 Seiten, € 9,99)

Ellen Berg ist so etwas wie Nora Roberts in lustig. Nur ist das Problem bei deutschem Humor, dass er in der Regel nicht lustig, sondern öde bis peinlich ist. Die Geschichte ist nach altbewährtem Muster zusammengestrickt und schnell erzählt:
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