Schatzsuche mit Kuh

Bild: Fischer Sauerländer
Bild: Fischer Sauerländer

Alexander Steffensmeier: Lieselotte sucht einen Schatz (Fischer Sauerländer, Frankfurt am Main 2009, 32 Seiten, € 14,99, ab 4 Jahren)

Ich hatte hier schon einmal angemerkt, dass die Lieselotte-Bücher aus der Feder von Alexander Steffensmeier den Kauf oder die Ausleihe wert sind. So man denn Glück hat und sie nicht wieder alle ausgeliehen und auf Monate vorgemerkt sind… Steffensmeier präsentiert uns die bekannte Bauernhofidylle, wie sie sich auch in anderen, minderwertigen Kinderbüchern findet. Von ihm stammen auch Bücher wie Wo kommt unser Frühstück her? Von Hühnerei und Honigbrot, das ich hier sicher nicht empfehlen werde. Dennoch machen seine Lieselotte-Bücher Spaß und immerhin wird hier kein Fleisch gegessen und Tiere werden als Individuen wahrgenommen und dargestellt.

Die Geschichte

Lieselottes Freund der Postbote hat ein großes Paket für die Bäuerin dabei. Spannend! Die Bäuerin verschwindet mit dem Paket in ihre Werkstatt und die Tiere sind sich selbst überlassen. Wenn das mal gut geht…

Lieselotte findet nämlich einen geheimnisvollen Zettel in der Posttasche, über den sie sofort schlussfolgert, dass es sich um eine Schatzkarte handeln müsse, die nur noch entschlüsselt zu werden braucht. So beginnt eine turbulente Suche nach den „Anweisungen“ der vermeintlichen Schatzkarte über den gesamten Bauernhof, die schließlich im Gemüsegarten endet. Der wird dann selbstverständlich umgegraben, denn wer einen Schatz finden will, muss sich schon ein bisschen anstrengen und Gemüseverluste in Kauf nehmen. Lieselotte ist ein bisschen wie Käthe von Hof Butenland – whatever can go wrong will go wrong! Was selbstverständlich kein Grund ist, bei einem kleineren Missgeschick nicht trotzdem eine kuhle Figur zu machen und anschließend einfach die Stirnlocke zu richten und weiterzumachen.

Die irrwitzige Suche ist mit ebenso witzigen Zeichnungen versehen, die einmal mehr an Sven Nordqvists Wimmelbildgeschichten um Pettersson und seinen Kater Findus erinnern. Wer am Ende Lust auf eine bunte Gemüsesuppe hat, hat alles richtig gelesen und verstanden.

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