Wo Fuchs und Wichtel sich Gute Nacht sagen

Bild: Oetinger
Bild: Oetinger

Astrid Lindgren: Tomte und der Fuchs. Mit Bildern von Harald Wiberg (Oetinger, Hamburg 2011, 32 Seiten, 28. Auflage, € 12,90, ab 4 Jahren)

In vier Wochen ist Heiligabend! Auch, wenn ich das ganze (Konsum)Brimborium drumherum nicht nachvollziehen kann und ziemlich grauenhaft finde, so gibt es doch wunderbare Bücher, die man jetzt hervorholen, lesen und vorlesen kann. Daher habe ich mal meine Kinder(bilder)bücher nach Weihnachtsgeschichten durchgeschaut und dabei fiel mir Astrid Lindgrens wunderschönes Buch Tomte und der Fuchs in die Hände. Ich habe es selbst erst letztes Jahr entdeckt und war sofort begeistert – eine unsentimentale, aber sehr liebevoll erzählte und bebilderte Geschichte. Merke: Man ist nie zu alt zum Kinderbücherlesen und Kinderbüchertollfinden…

Die Geschichte

Astrid Lindgrens Figur des kleinen Wichtels Tomte Tummetott hat in diesem Buch seinen zweiten Auftritt. Tomte beschützt die Menschen und die Tiere, aber er bleibt immer im Verborgenen. In dieser Geschichte nun trifft er auf Mikkel, den Fuchs. Überall liegt Schnee und die Nahrungssuche für den Fuchs ist schwer und er hat großen Hunger – ob er beim Hof der Menschen vielleicht etwas stibitzen kann? Drinnen wird Weihnachten gefeiert, man hat es gemütlich. Die Mäuse im Kuhstall verhöhnen den armen Kerl, er solle sie doch fangen, wenn er nur kann. Der Hunger treibt Mikkel zum Hühnerstall, doch dort begegnet er Tomte. Und da der nicht nur über das kleine Gehöft wacht, sondern auch ein Herz für hungrige Füchse hat, teilt er seine Grütze mit Mikkel, die ihm die Kinder jeden Abend vor die Tür stellen.

Tomte und der Fuchs ist erstmals 1965 in Schweden erschienen und es ist auch die kleine beschauliche Bauernhofwelt der 60er Jahre, die hier die Kulisse abgibt. Eine Idylle war das auch nicht, doch anders als in vielen modernen Kinderbüchern wird hier auch nicht bewusst ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit gezeichnet. Die Illustrationen von Harald Wilberg unterstützen die Atmosphäre der Geschichte perfekt und machen das Buch zu einem Kleinod, das man immer wieder in die Hand nehmen mag, zum Selberlesen und Vorlesen. Die Botschaft, die transportiert wird, ist, dass wir ganz praktisch dort helfen können, wo Hilfe benötigt wird und mit anderen teilen, was wir zum Teilen haben.

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