Rapunzel-Boykott ja oder nein?

Stimmzettel

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Corona das menschenverachtende Gedankengut, das in Teilen der (auch veganen) Bio-Branche vorherrscht, noch sichtbarer machen würde. Gerade diskutieren Fans der Naturkostmarken Rapunzel und Zwergenwiese, ob man diese Produkte nun noch kaufen darf oder ob ein Boykott des Herstellers angezeigt sei, da Rapunzel-Gründer und -Geschäftsführer Joseph Wilhelm sich kürzlich als Sozialdarwinist, Impfkritiker, Abtreibungsgegner und Verschwörungsgläubiger in Szene gesetzt hat.[1]

Um die Antwort vorwegzunehmen: Jein. Weiterlesen „Rapunzel-Boykott ja oder nein?“

Krisenlektüre 3: Anne Franks Tagebuch

Bild: Fischer

Anne Frank: Tagebuch (Fischer, Frankfurt/Main 1992, 316 Seiten)

Es muss etwa in der 7. oder 8. Klasse gewesen sein, dass ich in der Schule eine Verfilmung der Tagebuchaufzeichnungen von Anne Frank gesehen habe. Ich erinnere mich noch, wie albern ein paar Mitschüler bei jeder Szene wurden, in der die Katze Mouschi auftrat, und wie enervierend meine Freundinnen und ich dieses pubertäre Verhalten fanden.

Den wenigsten Leserinnen erzähle ich etwas Neues, Weiterlesen „Krisenlektüre 3: Anne Franks Tagebuch“

Die schönsten Reaktionen auf »Vier Beine gut, zwei Beine schlecht«

Vier Beine gut, zwei Beine schlecht. Zum Zusammenhang von Tierliebe und Menschenhass in der veganen Tierrechtsbewegung
Cover: konkret / Niki Bong

Kürzlich habe ich meine Sammlung der besten Reaktionen auf meine Arbeit gegen Ökofaschisten, Rassisten, Antisemiten und weitere Menschenfeinde in der veganen Tierrechtsszene aktualisiert und die verstreuten Schnipsel in eine Datei gepackt. Auch außerhalb von Amazon scheint es ausschließlich Äquivalente zu 1-Stern- oder 5-Stern-Rezensionen zu geben, womit ich meinem Auftrag als Spalterin der Szene genügen dürfte.

»Wer bezahlt die denn?«
Facebook-User*in

»Frau Landwehr sollte mal etwas anderes rauchen«
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Krisenlektüre 2: »Vier Beine gut, zwei Beine schlecht«

Vier Beine gut, zwei Beine schlecht. Zum Zusammenhang von Tierliebe und Menschenhass in der veganen Tierrechtsbewegung
Cover: konkret / Niki Bong

Öffentliche Vorträge dürfen aus gutem Grund vorerst nicht mehr stattfinden. Auch meine geplanten Buchvorstellungen und Vorträge unter anderem in Köln, Bonn, Augsburg und Berlin sind auf unbestimmte Zeit vertagt. Daher verweise ich auf den Mitschnitt meiner Buchvorstellung vom 6. Februar dieses Jahres in Stuttgart, den die Genossinnen von Emma & Fritz gemacht haben – vielen Dank noch einmal für die Einladung und die Aufzeichnung!

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Krisenlektüre 1: »Der kleine Herr Tod« von Christian Y. Schmidt und Ulrike Haseloff

Der kleine Herr Tod
Bild: Rowohlt Berlin

Christian Y. Schmidt & Ulrike Haseloff: Der kleine Herr Tod (Rowohlt Berlin 2020, 144 Seiten, € 16)

Eigentlich wollte er Ende März in Berlin sein Buch vorstellen. Doch das neuartige pandemische Coronavirus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst, machte dem Autor Christian Y. Schmidt einen Strich durch die Rechnung. Nicht, dass er es nicht bereits geahnt hatte. Schmidt berichtete via Facebook früh aus seiner Wahlheimat Peking über den Umgang mit der Seuche Weiterlesen „Krisenlektüre 1: »Der kleine Herr Tod« von Christian Y. Schmidt und Ulrike Haseloff“

Mina entdeckt eine neue Welt

Bild: Carlsen

Sandra Niebuhr-Siebert & Lars Baus: Mina entdeckt eine neue Welt (Carlsen, Hamburg 2020, 48 Seiten, € 14, ab 3 Jahren)

Die Familie der vierjährigen Mitbewohnerin meines Vaters kommt aus Indien, und Moksha geht inzwischen seit einigen Monaten in den Kindergarten. Anders als für die etwas schüchterne Protagonistin Mina in Sandra Niebuhr-Sieberts und Lars Baus‘ Kinderbuch, war es für Moksha vom ersten Tag an in der neuen Umgebung bunt und fröhlich. Sie kann allerdings auch schon englisch Weiterlesen „Mina entdeckt eine neue Welt“

Alles für die Tiere

»Seit 1991 habe ich Kontakte zur Wiking-Jugend und zur NPD. Im Oktober 92 habe ich mich der NPD angeschlossen und arbeite seitdem aktiv mit.« So brüstete sich Martin Buschmann, derzeit einziger Abgeordneter der Partei Mensch, Umwelt, Tierschutz (MUT) im Europaparlament, in einem Rundschreiben anlässlich seiner Wahl zum Harburger Kreisvorsitzenden der NPD 1993. Weiterlesen „Alles für die Tiere“

Was tun allein zu Haus?

Dies sind ein paar Dinge, die mir einfallen, die man gut (allein) zu Haus machen kann. Ich gehe davon aus, dass auch hierzulande bald mit größeren Einschränkungen der Bewegungsfreiheit zu rechnen ist, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Das ist nicht nur, aber speziell für Menschen mit Neigung zu Depressionen fatal, denn die zuvor erfolgreich entwickelten Strategien, um mit der Krankheit besser umgehen zu können (z. B. Sport machen, regelmäßig rausgehen, Menschen treffen!), werden von den notwendigen Schutzmaßnahmen durchkreuzt. Weiterlesen „Was tun allein zu Haus?“

Es betrifft alle

„Die jetzt sterben, hätten doch eh Weihnachten nicht mehr erlebt“, „An der Grippe verrecken jedes Jahr Zehntausende, und keinen juckt’s“ oder schlicht „Goodbye, Boomer“ lese ich in meiner Timeline bei Facebook. Auch ich habe anfangs mit Zynismus auf die Meldungen zum Coronavirus reagiert, weil das ein Mittel sein kann, das Gefühl der Hilflosigkeit abzumildern. Angesichts der täglich steigenden Infektions- und Todeszahlen sind Witze und Verharmlosungen allerdings schlicht unangebracht. Alle sind betroffen, und alle sind bedroht. Weiterlesen „Es betrifft alle“