Die Blutfabrik

Cover "Die Blutfabrik"

Am 18. März erscheint als MaroHeft #13 „Die Blutfabrik“ aus meiner Feder. Was euch erwartet? Einen ersten Geschmack vermittelt der Klappentext:

„Silbern glänzend, inkognito: Etwa 120 Tanklaster randvoll mit frischem Tierblut fahren Tag für Tag über deutsche Straßen. Wohin? Und warum? Was wird mit dem Blut angestellt? Egal, wie man sich ernährt – vegan, vegetarisch oder fleischhaltig: Es geht alle etwas an. Dieses Heft entlarvt, was in Blutfabriken passiert und in welchen Produkten – oft unbekannterweise – Blut in die Verbraucherkette zurücksickert.“

In der „Blutfabrik“ stecken viele Monate Recherche, blutige Antworten auf unbequeme Fragen, Illustrationen von Jill Senft, die Auswirkungen der BSE-Krise, zahlreiche ökonomische Interessen – und, wie bei jedem MaroHeft: ein Plakat, das ihr euch in die Küche hängen könnt.

„Die Blutfabrik“ könnt ihr in jeder Buchhandlung erwerben – und Lesungen wird es auch geben. Zum Beispiel bei den Linken Buchtagen in Berlin (Mitte Juni), genaue Daten etc. folgen rechtzeitig.

Die MaroHefte könnt ihr übrigens auch direkt beim Verlag abonnieren – es lohnt sich!

Kaltland

Aussagen nach der Art „An der Grippe und anderen Krankheiten sterben auch viele Menschen, das ist halt so“ scheinen mittlerweile standardisiert im Pandemiebewusstsein der Deutschen zu sein. Dieser Fatalismus, diese offenkundige Barbarei nicht nur zu akzeptieren, sondern zu verteidigen, erklärt sich zum Teil aus der Verrohung, die die kapitalistische Produktionsweise mit ihrem Verwertungszwang und ihrer Entfremdung erzeugt und die das Denken und Fühlen zerstört. Verletzlichkeit wendet sich in Aggression, reale wie irrationale Ängste gleichermaßen kanalisieren sich in rechten Parolen. Das Wissen um die eigene Verelendung kulminiert einzig in dem Wunsch, den anderen möge es noch viel elender ergehen. Weiterlesen „Kaltland“