Buchvorstellung: Neue Termine

Vier Beine gut, zwei Beine schlecht. Zum Zusammenhang von Tierliebe und Menschenhass in der veganen Tierrechtsbewegung
Cover: konkret / Niki Bong

Am 15. Juli habe ich zum ersten Mal mein Buch „Vier Beine gut, zwei Beine schlecht“. Zum Zusammenhang von Tierliebe und Menschenhass in der veganen Tierrechtsbewegung online vorgestellt. Eingeladen hatte mich das Linke Bündnis gegen Antisemitismus München. Der Mitschnitt ist jetzt noch eine Weile im Netz und kann hier inklusive Diskussion nachgehört werden. Das Buch gibt es im Buchhandel oder direkt beim Verlag.

Und hier sind die aktuellen Termine für die kommenden Veranstaltungen:

Mittwoch, 5.8., Bremen, 18 Uhr, Galerie K‘Präsenzveranstaltung mit begrenzter Platzzahl, findet nur bei gutem Wetter statt

Dienstag, 8.9., überall, AStA der Uni Bonn, Onlineveranstaltung, Zeit und Streaming-Link werden noch bekanntgegeben

Freitag, 13.11., überall, Die ganze Bäckerei, Onlineveranstaltung, Zeit und Streaming-Link werden noch bekanntgegeben

Und das erwartet euch bei der Buchvorstellung:

Der Veganismus hat Probleme: seine Popularität und seine Anhängerinnen. Vegane Tierrechtsaktivistinnen sowohl in Deutschland wie auch international wiederholen immer wieder die Rede von „Hühner-KZ“, „Auschwitz der Tiere“ und dem „Animal Holocaust“.

Eines der gravierendsten Probleme ist die von vielen Aktivistinnen geteilte Überzeugung, man dürfe niemanden ausschließen, den Tieren sei es schließlich egal, ob ihre Fürsprecherinnen die AfD wählen oder nicht. Kritikerinnen nennen diese Einstellung „Hauptsache für die Tiere“, da einer dieses Kampfwort überall dort entgegenschallt, wo Leute unreflektiert und vorgeblich „unpolitisch“ Tierschutz- und Tierrechtsarbeit betreiben. Dieser Schlachtruf lädt ganz bewusst Menschenfeindinnen ein.

Auffällig ist die Verweigerung, sich mit Kritik auseinanderzusetzen, selbst wenn diese aufzeigt, dass manche Methoden der Szene kontraproduktiv sind und vielmehr dazu beitragen, das Bild der eifernden, missionarischen Veganerinnen zu festigen. Der sogenannte „Holocaust-Vergleich“, der tatsächlich die Relativierung und Instrumentalisierung der Shoah bedeutet, sticht hierbei besonders hervor. Die Analyse der Motive, die dahinterliegen, bildet einen Schwerpunkt in Landwehrs Arbeit.

Anhand verschiedener Beispiele aus der veganen Tierrechtsszene erläutert Landwehr, dass es sich nicht um Einzelfälle, sondern um eine Kontinuität handelt. Sie untersucht unter anderem Aktionen und Statements der Tierrechtsgruppen Anonymous for the Voiceless und Animal Rebellion. Außerdem porträtiert sie die australische Künstlerin Jo Frederiks, die das Hakenkreuz wieder positiv besetzen möchte, und analysiert ein angeblich von Theodor W. Adorno stammendes Zitat, anhand dessen deutlich wird, warum es problematisch ist, Jüdinnen als Gewährsleute für die eigene Agenda zu instrumentalisieren.

Interessierte Veranstalter*innen können mich per Mail via aufdemnachttisch[at]gmx.de kontaktieren.

Wer meine Arbeit unterstützen möchte, kann das Buch erwerben oder eine Kleinigkeit an Paypal schicken. Vielen Dank an alle Unterstüter*innen! Ihr könnt mich auch auf Facebook abonnieren und mir bei Twitter folgen.