Vortrag „Tierliebe und Menschenhass“

Liebe Vortragsinteressierte,

soeben ist basierend auf meinem Vortrag „Tierliebe und Menschenhass“ ein Buch unter dem Titel „Vier Beine gut, zwei Beine schlecht“. Zum Zusammenhang von Tierliebe und Menschenhass in der veganen Tierrechtsszene erschienen. Ihr könnt es hier und bei der Buchhändlerin eures Vertrauens bestellen. Ab Januar 2020 gehe ich wieder auf Vortragsreise – Anfragen bitte an: aufdemnachttisch [at] gmx.de. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Kommende Termine:

10.1.2020 Oldenburg, 19 Uhr, Campus Haarentor, Raum A01 0-006

23.1.2020 Hamburg, 19 Uhr, Hamburger Studienbibliothek, Billhorner Brückenstr. 40 (zur Facebook-Veranstaltung)

30.1.2020 Halle (Saale), 19 Uhr, Melanchthonianum, Universitätsplatz 8/9 (zur Facebook-Veranstaltung)

6.2.2019 Stuttgart, 19.30 Uhr, Laboratorium, Wagenburgstraße 147 (zur Facebook-Veranstaltung)

11.7.2020 Oberhausen, Druckluft, Am Förderturm 27

Zum Inhalt:

Der Veganismus hat Probleme: seine Popularität und seine Anhängerinnen. Der rechte Esoteriker Ruediger Dahlke bereichert den Buchmarkt jedes Jahr mit einem neuen veganen „Peace Food“-Kochbuch. Marginalisierte Gruppen sollen ihre Kämpfe hintenanstellen und sich für die Rechte der Tiere einsetzen. Die Relativierung und Instrumentalisierung des Holocaust sind in Diskussionen um die Ethik der Ernährung präsent.

In einer als unübersichtlich und chaotisch wahrgenommenen Umwelt, in der die Einzelnen keine Rolle spielen, scheint für manche Menschen alles, was mit dem nichtssagenden Label „alternativ“ versehen ist, ein erstrebenswertes Mittel der Selbstbestimmung zu sein, das die Rückgewinnung von Kontrolle verspricht. Der bewusst gewählte und individuell gestaltete Konsum mit starker Betonung der Ernährungsweise wird für manche zum ordnenden Korrektiv. Wird Veganismus zur bestimmenden Lebensweise und Weltanschauung, geht mit ihm mitunter ein quasi-religiöser Auserwähltheitsglaube mit der Tendenz zur Sektenbildung einher.

Weite Teile der veganen Tierrechtsbewegung begrüßen Rassistinnen, Ökofaschistinnen und andere Menschenfeindinnen an Infoständen, auf Demonstrationen und als ihre medial wirksamen Fürsprecherinnen – der Schlachtruf lautet: „Hauptsache für die Tiere!“ Mira Landwehr erklärt, warum Tierliebe und Menschenhass so nah beieinander liegen und warum es so schwer ist, mit Leuten in der Szene darüber zu sprechen.