Gabel statt Skalpell – das Buch

Bild: Scorpio-Verlag
Bild: Scorpio-Verlag

Gene Stone (Hg.): Gabel statt Skalpell. Gesund durch Ernährung auf pflanzlicher Grundlage (Scorpio-Verlag, München 2013, 224 Seiten, € 17,99)

Letzte Woche hatte ich euch den Film Gabel statt Skalpell vorgestellt. Heute geht es mit dem gleichnamigen Buch weiter, das noch einmal die Themen des Films aufgreift und zudem eine vegane Rezeptsammlung bietet:

Inhalt

Die US-amerikanischen Medizinier T. Colin Campbell und Caldwell B. Esselstyn plädieren in Gabel statt Skalpell für eine „rein pflanzliche“, fett- und salzreduzierte Diät. Sie sehen vegane Ernährung nicht als Verzicht, sondern als Bereicherung an – für die eigene Gesundheit. Die Ernährungswissenschaftler stellen die Frage, woher die sogenannten Zivilisationskrankheiten kommen und konnten mit teils sehr umfangreichen Forschungsreihen Indizien liefern, dass die Ernährung hierbei einen bedeutenden, wenn nicht sogar den bedeutendsten Faktor ausmacht. Etwa bei Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen und einigen Krebsarten ließ sich eine Verbindung zur typischen amerikanischen Ernährungsweise ausmachen, die aus Fastfood mit viel tierischem Protein und Fett besteht. Auch in Europa ernähren sich immer mehr Menschen aus Unwissen und/oder Bequemlichkeit auf diese Weise. Die Autoren bezeichnen „schlechte Ernährung“ als „Haupttodesursache in den USA“. Für Europa gelte ähnliches, merkt die Übersetzung an.

Von den erstaunlichen Erfolgen einer veganen Diät bei unterschiedlichen Krankheitsbildern wird in diesem Buch berichtet. Eine vegane Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse und wenig Fett kann offenbar dazu beitragen, Krankheitssymptome zu reduzieren oder sogar verschwinden zu lassen. Die Autoren sprechen daher von „ernährungsmitbedingten“ Krankheiten.

Das Buch gibt zudem Einblick in die Praktiken moderner Tierhaltung und zeigt anhand von Fakten, dass die Tierhaltung der Klima- und Umweltkiller Nummer eins ist. Das Buch führt diverse Statistiken an, die zeigen, welche Auswirkungen die westliche Durschnittsernährung auf Menschen, Tiere und Umwelt hat.

Etwa zwei Drittel des Buchs sind dem Rezeptteil gewidmet: Hier finden sich nach den üblichen Kategorien geordnet (Frühstück, Snacks, Suppen, Salate, Hauptgerichte, Beilagen und Desserts) 125 einfache Rezepte für den veganen Alltag – leider aber ohne Bilder und gerade wenn es ums Kochen geht, sind Bilder immer entscheidend. Ein paar Rezepte weniger und dafür ein paar, zumindest kleine Abbildungen der Gerichte wären nicht verkehrt gewesen. Offenbar ist in Amerika kaltgepresstes Olivenöl wenig oder gar nicht bekannt. Es wird zumindest sehr von raffiniertem Öl abgeraten, kaltgepresstes Öl wird nicht mal erwähnt, obwohl diese Öle durchaus gesund sind und je nach Sorte viele essentielle Aminosäuren sowie Omega-3-Fettsäuren für den menschlichen Körper bereitstellen. Die Autoren weisen außerdem auf die Wichtigkeit von Produktanfragen hin.

Insgesamt wartet das Buch mit fundiertem Wissen zur menschlichen Ernährung auf und zeigt anhand von Fallbeispielen, welche positiven Effekte eine gesunde, vegane Ernährung für die Gesundheit haben kann.

 

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